Mittwoch, 8. August 2012

I'm sick and I'm tired of your face.

Mein Blick fällt auf den Spiegel, bleibt an einem blassen Gesicht welches von rot-lilanen Haaren umrahmt wird, hängen. In meinem Kopf spielt sich erneut der Tag ab, an dem du unbedingt Frisör spielen wolltest und an meinen Haaren verschissen hast. Weitere Gedanken folgen, weitere Momentaufnahmen mit dir. Ich bilde mir ein wie du hinter mir im Spiegel stehst und deine Arme um mich legst, mich küsst. Angewidert von diesem Gedanken drehe ich den Wasserhahn auf, lasse das Wasser über meinen blutverkrusteten Arm laufen, während sich in meinem Kopf die Frage bildet, ob du wohl noch manchmal einen kleinen Gedanken an mich verschwendest, oder ob du mich bereits vergessen hast. Ob du noch liest, wenn ich über dich schreibe und ob du manchmal daran denkst, mich ein letztes Mal anzurufen. Sollte du mich immer noch lesen, möchte ich, dass du weißt, dass ich dir alles Gute wünsche. Dass du weißt, dass ich eigentlich noch nie einem Menschen alles Gute gewünscht habe, obwohl ich wusste, dass ich in diesem Wunsch nicht beinhaltet bin. Alles, was ich will, ist dass du glücklich wirst. Ich weiß, dass das jetzt absolut nicht zu mir passt und dass du mir wahrscheinlich nicht einmal glauben wirst. Ich möchte jedoch mit der Gewissheit leben, dass du es mir hättest glauben können. Ich hoffe, dass du mich trotz' allem nicht anfängst zu hassen, obwohl das wahrscheinlich schon zu viel verlangt ist. Ich hoffe, dass du mich nicht vergisst, selbst wenn ich bereits damit angefangen habe, unsere gemeinsame Zeit aus meinem Kopf auszublenden. Hoffe, dass du irgendwann einsiehst, dass du hier der Egoistische bist und nicht ich, denn du hast mich eingeengt, hast mich nahezu erdrückt mit deiner Liebe, obwohl du von Anfang an wusstest, dass ich damit nicht umgehen kann.

1 Kommentar:

  1. mir fehlen die worte für diese wundervollen texte die so viel gefühl zeigen, in denen man versinkt und nicht genug 'von bekommt.

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