Jetzt,
wo du weg bist, fällt mir auf, wie sehr du mein Leben doch beeinflusst hast.
Wie viel in meinem Leben nur aus dir bestand, wie viel mit dir verknüpft war.
Fast jeder Mensch, der mir entgegenläuft erinnert mich in einer Weise an dich,
jeder Gedanke ist nur ein Teil einer endlosen Kette aus Geistern, die am Ende doch
bei dir endet. Alles, was ich tue, tue ich mit der aus Gedanken gebildeten Frage
im Hinterkopf, was du wohl gerade machst. Ob du gerade vielleicht an mich
denkst, oder ob du mich bereits aus deiner Erinnerung gelöscht hast. Ich frage
mich, was wohl aus dem türkisen Schlüsselanhänger geworden ist und ob meine
Handynummer noch irgendwo in deinem Kopf geschrieben steht. Und oft wünsche ich
mir, ich hätte irgendetwas, was mir die Sicherheit gibt, dass du noch da bist.
Dass es dich noch gibt, dass mir in irgendeiner Weise mitteilt, wie es dir
geht. Doch wahrscheinlich würde ich es nicht aushalten, zu wissen, dass du
irgendwo da draußen bist, dass du jetzt gerade irgendwo da draußen bist,
irgendwo in dem schwarzen Nichts, gebaut aus Nacht und Melancholie, belebt
durch Träume und dem Gefühl, welches sich Vermissen nennt.
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