Samstag, 23. Juni 2012

Blood makes you feel alright.

Die Melancholie, welche von meinem narbenübersäten Körper ausgeht, umhüllt mich vollkommen und lässt mich in die tiefen Abgründe meiner selbsterschaffenen Hölle hinabstürzen. Wie im Wahn streife ich meine Hose hinunter, lasse meinen Blick über halbverheilte, narbige Geister streifen. 
Der erste Schnitt geht nicht tief, er bringt mein Bein ein wenig zum Weinen, zum Tröpfeln. Der nächste Schnitt geht tiefer, immer tiefer, lässt ein wahnsinniges, hysterisches Lächeln auf meinen Lippen glitzern. Weitere Seelen verlassen meine Haut, rutschen weiter hinab in den Abgrund, bestehend aus schwarzem Nichts. 
Ich richte mich langsam auf, schwanke leicht, als ich die verheulte, adrenalingeladene Fratze im Spiegel erblicke. 
Es tut mir Leid, D. Ich liebe dich wirklich sehr, doch Blut liebe ich einfach mehr. 


 

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